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Ausstellungen

Das ganzjährig durchgehende Ausstellungsprogramm zeigt künstlerische Positionen ­zeitgenössischer internationaler und einheimischer ­Künstler. 6-8 Ausstellungen pro Jahr finden auf zwei Etagen in der Galerie im Erdgschoss und im 1. Stock statt. Das Tonnengewölbe im Obergeschoss bietet dabei einen Ausstellungssaal mit über­regional einzigartiger Atmosphäre.

Außerdem sind im Skulpturengarten Kunstinterventionen ‒ Skulpturen, Installationen, Wandund Bodenarbeiten oder konzeptionelle Kunstwerk - im Außenbereich rund um den Schafhof zu sehen. Sie wurden während des Europäischen Künstleraustauschs des Bezirk Oberbayerns oder eines Ausstellungsprojektes im Künstlerhaus geschaffen.

Das Jahresthema bildet jeweils einen roten ­Faden durch das ­Ausstellungsprogramm. Verschiedene Perspektiven auf ein Thema erleichtern den Zugang und ­steigern Verstehen und Spaß beim Erleben von Kunst.

Termine für die Begleitveranstaltungen zu den Ausstellungen finden Sie unter Ausstellungsprogramm.

Aktuelle und kommende Ausstellungen

Tatjana Utz: Showtime

Tatjana Utz gibt mit ihren Gemälden und Installationen Einblicke in die Welt von Travestiestars und thematisiert damit Geschlechterrollen und ihre Akzeptanz in der Gesellschaft.

26.08.2016 - 09.10.2016

Tatjana Utz: Showtime

Termine

27. August ‒ 9. Oktober 2016: Ausstellung
Öffnungszeiten: Di-Sa 14-19 Uhr, So+Fei 10-19 Uhr und nach Vereinbarung
Ikon barrierefrei Die Ausstellungsräume und das Café sind barrierefrei zu erreichen.

26. August, Freitag 19 Uhr: VERNISSAGE und Performance
Shuttlebus vom Bhf Freising zum Künstlerhaus: 18.30-19 Uhr; zurück: 20.50 Uhr

  • Grußwort: Friederike Steinberger, stellv. Bezirkstagspräsidentin 
  • Einführung: Prof. Dr. Andreas Kühne, Kunsthistoriker
  • Live-Performance der drei Travestiestars Gerda Gans, Chantal Gpunkt und Marcella Milano
  • Premiere des Films Showtime von Maiu Olivero

Die Vernissage findet zusammen mit der Eröffnung der Ausstellung Eszter Szabó: Double Take statt. ‒ Eintritt frei

24. September, Samstag 15 Uhr: Kunstclub 13
mit Tatjana Utz und Eike Berg, Leiter des Künstlerhauses ‒ Anmeldung und Information unter: www.kunstclub13.orgTeilnahmegebühr: 10 €

27. September, Dienstag 17 Uhr: treffpunkt+kunst
Führung durch die Ausstellung mit Alexandra M. Hoffmann ‒ Eintritt frei

1. Oktober, Samstag 16 Uhr: KUNST#TAG 043 Wissenschaft
Vortrag von Prof. Dr. Barbara Vinken, LMU München, zum Thema ­Mode und Gender sowie Präsentation des Katalogs Showtime ‒ Eintritt frei

 

Blick in die Ausstellung

Fotos: Marco Einfeldt

 

Über die Ausstellung Showtime 

Die Serie „Showtime“ dokumentiert Auftritte von Münchner Travestiekünstlern und Gaststars ihrer Shows (Gerda Gans, Marcella Milano, Chantal Gpunkt, Miss Piggy, Gene Pascale, Mandy Mitchell und Juan Morales). Von den Vorbereitungen backstage bis zum Auftritt in schillernden Abendroben wurden die Travestiekünstler backstage mit der Kamera begleitet. In einem mehrstündigen, sehr aufwändigen Prozess verwandeln sich die männlichen Darsteller in ihre weiblichen Alter Egos. Die Bilderserie „Showtime“ hält diese Verwandlung in Form von Aquarellen, Acryl- und Ölmalerei, Linolschnitten, Zeichnungen, Objektkästen und einer Rauminstallation in ihren unterschiedlichen Stadien fest und erlaubt seltene Einblicke in die Welt hinter den Kulissen beim Umkleiden, Auspolstern der weiblichen Formen, Schminken, Stylen der Perücken oder Anlegen des Schmucks. Mit Federboas, Higheels und Paillettenkleidern treten die Travestiekünstler mit ihrem zweiten Ich als Frauen in glitzernden Abendkleidern auf der Bühne in Erscheinung.

Die Travestie, also die Darstellung einer Bühnenrolle durch Personen des anderen Geschlechts, gibt es schon im Theater der Antike, wo weibliche Rollen von Männern gespielt wurden. Nicht zuletzt bedingt durch eine ablehnende Haltung von Seiten der Kirche sind weibliche Darsteller für weibliche Rollen auch im deutschsprachigen Raum erst ab dem 16. Jahrhundert belegt. Im Elisabethanischen Theater Englands wurden Frauen von jungen boy actors gespielt, im französischen Ballett zu Zeiten Ludwigs des XIV. wurden Frauenrollen von Männern „en travestie“ getanzt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wiederum tanzten die „danseuses en travestie“ männliche Rollen. Seit der Moderne entwickelte sich der Begriff des Travestiekünstlers, wobei das Repertoire von der Imitation von Stars bis hin zur Erschaffung eigener Bühnenfiguren (wie Gerda Gans, Marcella Milano, Chantal Gpunkt, Miss Piggy, Gene Pascale, Mandy Mitchell und Juan Morales) reicht.

Die Serie „Showtime“ thematisiert aktuelle Genderfragen. Die Travestiekünstler nehmen eine neue Gestalt an, indem sie ihre äußere Form völlig verändern und nach ihrer Verwandlung in ihr Alter Ego, bzw. ihre Kunstfigur eine ganz andere Persönlichkeit verkörpern. Das soziale Geschlecht ist in der Welt der Travestie veränderbar. Die Freiheit, dies tun zu können, basiert auf den grundlegenden Werten unserer Gesellschaft. Dennoch ist eine solche Denk- und Lebensweise immer noch nicht selbstverständlich. Die Reaktionen darauf bedeuten auch eine Aussage über die Offenheit einer Gesellschaft.

Anlässlich des Projekts ist eine Filmdokumentation der italienisch-argentinischen Dokumentarfilmerin Maiu Olivero entstanden. Der Kurzfilm zeigt Arbeitsprozesse im Atelier von Tatjana Utz, dokumentiert Ausstellungsansichten des Projekts „Showtime“, gibt Einblicke in die Garderobe der Travestiekünstler und zeigt Ausschnitte ihrer Auftritte. Der Film wird während der Ausstellung gezeigt.

Zum Projekt erscheint ein Katalog im hesperus print Verlag Dresden.
Weitere Arbeiten der Serie finden Sie unter www.tatjana-utz.de.

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturfonds Bayern und der Sparkassenstiftung Freising.

Logo Kulturfonds Bayern Kunst     Logo Sparkassenstiftung Freising 

 

Über die Künstlerin Tatjana Utz

Tatjana Utz wurde 1975 in Starnberg geboren, lebt und arbeitet in München.
www.tatjana-utz.de.

  • 2006 Diplom bei Prof. Sean Scully, Meisterschülerin
  • 2001 - 2006 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Sean Scully u. Prof. Fridhelm Klein
  • 1996 - 2001 Studium der italienischen und englischen Philologie, Germanistik, Kunstgeschichte und Kunstpädagogik an der LMU München

Einzelausstellungen (Auswahl)

  • 2016 Showtime. Schafhof-Europäisches Künstlerhaus Oberbayern, Freising
  • 2015 Showtime. Kunstverein Region Heinsberg
  • 2014 Ein Kind in Traunstein. Interaktive Installation im Stadt- und Spielzeugmuseum Traunstein
  • 2013 Ein Kind in Traunstein. Interaktive Installation im öffentlichen Raum, Traunstein
  • 2012 Über Grenzen. Kraszewski-Museum, Dresden
  • 2012 Romy. Museum Pachen, Rockenhausen
  • 2011 CheckUP in LU. Kunstverein Ludwigshafen (Katalog)
  • 2011 Über Grenzen. Ostsee-Kulturzentrum, Danzig (Polen)
  • 2011 Über Grenzen. Edith Stein Haus, Breslau (Polen)
  • 2008 Geschichte und Geschichten. Ehemalige Synagoge Odenbach
  • 2008 Puma. Wandarbeit im Museum des Warschauer Aufstands, Warschau (Polen)
  • 2008 Über Grenzen. Stadthalle Germering (Kataloge)
  • 2007 In der guten Stube. Projektausstellung Showroom Britta van Mehren, München
  • 2004 The world can be different. Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, München

     

Öffnungszeiten

Ausstellungen
Dienstag - Samstag 14 - 19 Uhr
Sonntag 10 - 19 Uhr
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Jahresthema

In jedem Jahr werden mehrere Ausstellungen durch ein Thema in einen Kontext gestellt. Verschiedene Perspektiven auf ein Thema erleichtern den Zugang und ­steigern Verstehen und Spaß beim Erleben von Kunst.

2017: SOUND

Das Jahresthema Sound bezeichnet ähnlich wie die früheren Themen Farbe und Struktur ein grundlegendes künstlerisches Ausdrucksmittel. Sound in der bildenden Kunst wird auch als Klangkunst bezeichnet. Der Begriff umfasst ein weiteres Spektrum und schließt neben komponierten Tönen auch Natur- und Alltagsgeräusche ein. Das Jahresthema dehnt sich darüber hinaus auf die Reflexion von Rhythmen, Worten und konzeptuelle Kontexte in anderen Kunstsparten aus.. > mehr über das Jahresthema Sound