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Ausstellungen

Das ganzjährig durchgehende Ausstellungsprogramm zeigt künstlerische Positionen ­zeitgenössischer internationaler und einheimischer ­Künstler. 6-8 Ausstellungen pro Jahr finden auf zwei Etagen in der Galerie im Erdgschoss und im 1. Stock statt. Das Tonnengewölbe im Obergeschoss bietet dabei einen Ausstellungssaal mit über­regional einzigartiger Atmosphäre.

Außerdem sind im Skulpturengarten Kunstinterventionen ‒ Skulpturen, Installationen, Wandund Bodenarbeiten oder konzeptionelle Kunstwerk - im Außenbereich rund um den Schafhof zu sehen. Sie wurden während des Europäischen Künstleraustauschs des Bezirk Oberbayerns oder eines Ausstellungsprojektes im Künstlerhaus geschaffen.

Das Jahresthema bildet jeweils einen roten ­Faden durch das ­Ausstellungsprogramm. Verschiedene Perspektiven auf ein Thema erleichtern den Zugang und ­steigern Verstehen und Spaß beim Erleben von Kunst.

Termine für die Begleitveranstaltungen zu den Ausstellungen finden Sie unter Ausstellungsprogramm.

Aktuelle und kommende Ausstellungen

Szenische Konstellationen - Die Macht der Bilder

Ausstellung in Kooperation mit dem Diözesanmuseum Freising - christliche Andachtsbilder und abstrakte zeitgenössische Malerei

17.12.2016 - 12.02.2017

Szenische Konstellationen - Die Macht der Bilder

Termine

17. Dezember 2016 ‒ 12. Februar 2017: Ausstellung
Öffnungszeiten: Di-Sa 14-19 Uhr, So+Fei 10-19 Uhr und nach Vereinbarung Barrierefreiheit

treffpunktkunst Konstellationen Ikon
24.01.2017
17:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung SZENISCHE KONSTELLATIONEN - DIE MACHT DER BILDER mit Alexandra M. Hoffmann ... Weiter
Kunsttag 046 Ikon
15.01.2017
15:00 Uhr bis 17:00 Uhr
"Sie werden auf den schauen, den sie durchbohrt haben (Joh 19,37)", Vortrag von Prof. Dr. Reinhard Hoeps (Münster). Anschließend Gespräch mit Prof. Hoeps und dem Kurator der Ausstellung, Dr. Björn Vedder. Das geplante Künstlergespräch mit Sven Drühl muss aus Krankheitsgründen leider ausfallen. ... Weiter

Teilnehmende Künstler

Sven Drühl
Rupprecht Geiger
Alexei Jawlensky
Karl Casper
Quentin Massys
Christine Streuli
sowie Werke unbekannter Künstler aus dem 15. und 16. Jahrhundert

Kurator: Dr. Björn Vedder

 

Blick in die Ausstellung

Foto: Marco Einfeldt, Zoltán Kerekes

 

Über die Ausstellung

Die Ausstellung wird von der Hypothese geleitet, dass eine Gemeinsamkeit zwischen beiden Gattungen darin besteht, auf welche Weise die Betrachter auf die Bilder reagieren, wie sie "bewegt" werden. So verlagert etwa Rupprecht Geigers „638/72“ als abstrakte Malerei das übliche Spannungsverhältnis zwischen Bildvorder- und -hintergrund aus dem Bild hinaus in den Ausstellungsraum und etabliert diese Spannung zwischen dem Bild und der Wand, an der es hängt. Dadurch weitet die Arbeit den Bildraum vom Raum im Bild auf den gesamten Raum aus. Es entsteht ein visueller Raum, der über das Bild hinaus reicht und der den Betrachter auffordert, sich in ihm zu positionieren, sei es gedanklich oder auch physisch. Es entsteht eine szenische Konstellation, innerhalb der das Bild den Betrachter bewegt.

Dieser Vorgang setzt beim Betrachter eine Offenheit in der Wahrnehmung voraus. Er muss bereit sein, sich auf diese szenische Konstellation ein- und sich vom Bild bewegen zu lassen. Mit dieser Offenheit und Beweglichkeit ist ein neues Selbstverständnis des Menschen verbunden, der nicht mehr die Welt beherrscht, wie es die Moderne postuliert hatte, sondern zu ihr in einem dialogischen Verhältnis steht. Auch der Künstler sieht sich nicht mehr als - gottähnlicher - Schöpfer, sondern macht sich im Gestaltungsprozess zumindest teilweise von Dingen und Geschehnissen abhängig.

Historisch gesehen begegnet man einer dieser zeitgenössischen Auffassung insofern ähnlichen Anschauung in der christlichen Vorstellung von Subjektivität, als sie ebenfalls nicht alle Souveränität beim Menschen selbst verortet, sondern dessen Autonomie an etwas Transzendentes bindet. Damit taucht die Frage auf, wie sich diese Konstellation von Subjekt und Transzendenz in Bildern ausdrückt und wie sich dieser Ausdruck zum Ausdruck einer schwachen Subjektivität verhält, wie ihn die abstrakte Malerei kennzeichnet. Gibt es vergleichbare Formen der Wahrnehmung und der Bewegung des Betrachters?

Um diesen Fragen nachzugehen, stellt die Ausstellung abstrakte zeitgenössische Malerei christlichen Andachtsbildern gegenüber. Denn Andachtsbilder regen eine „devotionale Gefühlsbeziehung oder Gebetsübung“ beim Betrachter an oder können sogar die Tendenz besitzen, „dem betrachtenden Einzelbewusstsein die Möglichkeit zu einer kontemplativen Versenkung in den betrachteten Inhalt zu geben, d. h. das Subjekt mit dem Objekt seelisch gleichsam verschmelzen zu lassen“. Damit eröffnen auch sie eine szenische Konstellation, in der sie den Betrachter bewegen. Andacht wird also im Sinne des Ausstellungskonzeptes vor allem auf ihren Vollzug fokussiert, der Begriff des Andachtsbildes jedoch weit gefasst.

Die Auswahl von Arbeiten aus der Sammlung des Diözesanmuseums wird im Bereich der modernen Malerei durch Leihgaben zeitgenössischer Künstler ergänzt.

Öffnungszeiten

Ausstellungen
Dienstag - Samstag 14 - 19 Uhr
Sonntag 10 - 19 Uhr
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Jahresthema

In jedem Jahr werden mehrere Ausstellungen durch ein Thema in einen Kontext gestellt. Verschiedene Perspektiven auf ein Thema erleichtern den Zugang und ­steigern Verstehen und Spaß beim Erleben von Kunst.

2017: SOUND

Das Jahresthema Sound bezeichnet ähnlich wie die früheren Themen Farbe und Struktur ein grundlegendes künstlerisches Ausdrucksmittel. Sound in der bildenden Kunst wird auch als Klangkunst bezeichnet. Der Begriff umfasst ein weiteres Spektrum und schließt neben komponierten Tönen auch Natur- und Alltagsgeräusche ein. Das Jahresthema dehnt sich darüber hinaus auf die Reflexion von Rhythmen, Worten und konzeptuelle Kontexte in anderen Kunstsparten aus.. > mehr über das Jahresthema Sound