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Ausstellungen

Das ganzjährig durchgehende Ausstellungsprogramm zeigt künstlerische Positionen ­zeitgenössischer internationaler und einheimischer ­Künstler. 6-8 Ausstellungen pro Jahr finden auf zwei Etagen in der Galerie im Erdgschoss und im 1. Stock statt. Das Tonnengewölbe im Obergeschoss bietet dabei einen Ausstellungssaal mit über­regional einzigartiger Atmosphäre.

Außerdem sind im Skulpturengarten Kunstinterventionen ‒ Skulpturen, Installationen, Wandund Bodenarbeiten oder konzeptionelle Kunstwerk - im Außenbereich rund um den Schafhof zu sehen. Sie wurden während des Europäischen Künstleraustauschs des Bezirk Oberbayerns oder eines Ausstellungsprojektes im Künstlerhaus geschaffen.

Das Jahresthema bildet jeweils einen roten ­Faden durch das ­Ausstellungsprogramm. Verschiedene Perspektiven auf ein Thema erleichtern den Zugang und ­steigern Verstehen und Spaß beim Erleben von Kunst.

Termine für die Begleitveranstaltungen zu den Ausstellungen finden Sie unter Ausstellungsprogramm.

Aktuelle und kommende Ausstellungen

Vollrad Kutscher: Cinemaczz

Vollrad Kutscher ist einer der Pioniere der Medienkunst in Deutschland. Eines seiner bekanntesten Werke sind die »Leuchtenden Vorbilder«, Lichtobjekte, die identitätsstiftende Persönlichkeiten der Geistes-, Bildungs-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte als Schattenbilder heraufbeschwören. Für den Schafhof wird Kutscher zum Teil neue Portraits rund um das Thema Elektrizität und Kino schaffen.

09.04.2016 - 05.06.2016

Vollrad Kutscher: Cinemaczz
© Marco Einfeldt 

 

VOLLRAD KUTSCHER: Cinemaczz
9. April - 5. Juni 2016


Termine

> Pressetreffen: 08.04.2016, Freitag 15 Uhr 

> VERNISSAGE: 08.04.2016, Freitag 19 Uhr 

Begrüßung:  
Simon Schindlmayr, Bezirksrat des Bezirks Oberbayern
Einführung:
Michael Stoeber, Kunsthistoriker

> KUNST#TAG 038: 24.04.2016, Sonntag 16 Uhr
Künstlergespräch mit Vollrad Kutscher und Dr. Björn Vedder, Moderation: Eike Berg

> treffpunkt+kunst: 03.05.2016, Dienstag 17 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit Alexandra M. Hoffmann

Der Eintritt in die Ausstellung, zur Vernissage und zu den Begleitprogrammen ist frei
Die Ausstellungsräume und das Café sind barrierefrei zu erreichen.


Über die Ausstellung


Schafhof - Ausstellung 2016 - Vollrad Kutscher: Cinemaczz

Leuchtende Vorbilder (Shining Examples)

„Eine nachgerade ideale Möglichkeit der Auseinandersetzung mit dem Thema menschlicher Individualität und Identität bietet Vollrad Kutscher das Porträt. Seit dem Ende der 80er Jahre erfindet er immer wieder neue, überraschende und zeitgemäße Ausdrucksformen für dieses traditionsreiche künstlerische Medium. (...) In seinen Gruppenporträts der „Leuchtenden Vorbilder“ und deren Vorläufern in der „Life peep Show“ setzt Vollrad Kutscher sich seit dem Ende der 80er Jahre in Schattenprojektionen und Luminogrammen außerdem mit Individualität und Identität von Persönlichkeiten der Vergangenheit auseinander. Die Leuchtenden Vorbilder - erstmals 1990 für eine Ausstellung im Museum Wiesbaden entwickelt - werden dort 10 Jahre später ortsbezogen ergänzt.“

(Volker Rattemeyer, Museum Wiesbaden)

Für die Ausstellung Schafhof hat Vollrad Kutscher zum Thema „Kino“ eine neue Serie mit zehn Portraits von Filmstars geschaffen, die hier zum ersten Mal gezeigt werden – von Kinostars wie Judy Garland, Romy Schneider, Elisabeth Taylor, Buster Keaton oder John Wayne.

 

Kartoffelmovie (Potato Movie)

„Erste Auseinandersetzungen mit dem Themenkomplex Ethik, Schönheit und Moral setzen im Werk von Vollrad Kutscher ebenfalls bereits Anfang der achtziger Jahre ein. Es geht ihm um Fragen, die seit Kant immer wieder aufgeworfen und neu formuliert worden sind und die in einer Zeit der Infragestellung überlieferter Wertmaßstäbe neu beleuchtet werden. Dieser Themenkomplex rückt im Verlauf der neunziger Jahre immer stärker ins Zentrum seines künstlerischen Interesses.“

(Volker Rattemeyer, Museum Wiesbaden)

„Die Kartoffel kam mir wieder in den Sinn bei der Entwicklung einer Lichtinstallation für die Ausstellung „Eine Höhle für Platon“. Das verquere Verhältnis zweier deutscher Philosophen ließ sich mit unserem ziemlich deutschen Material Kartoffel gut formulieren. Der Umstand des natürlichen Schrumpfens und Verholzens der aus Kartoffeln geschnitzten Figuren, die im ewigen Dialog auf einem Teller kreisten, ergab ein passendes Bilddetail innerhalb der Gesamtinstallation. Das Kartoffelkino entstand dann während fünf Monaten, auf Anregung meines Filmemacherfreundes Dieter Reifarth und in Erinnerung an eine meiner Bronzearbeiten, die als eine Art Gesellschaftsbild 1968/70 entstanden war.

Natur umgibt uns und wir sind als Kulturwesen Teil von ihr. Kunst entsteht nicht aus dem Nichts, sondern beruht auf der Wahrnehmung natürlicher Vorgaben. Wir Künstler interpretieren und formulieren diese je nach dem Erkenntnisstand unserer Zeit nur immer wieder neu. Die Fähigkeit über Dinge staunen zu können scheint mir dabei die Voraussetzung für neue Fragestellungen und Formulierungen, sowohl im Bereich der Kunst wie der Wissenschaft.“

(Vollrad Kutscher)

 

Über den Künstler

Vollrad Kutscher ist einer der Pioniere der Medienkunst in Deutschland. Geboren 1945 in Braunschweig, lebt und arbeitet er in Frankfurt am Main. www.vollrad-kutscher.de

Als Künstler ist Vollrad Kutscher ein Vermittler zwischen Tradition und Innovation. Seine Themen kreisen um Selbstvergewisserung, Identität und Individualität, Ethik, Schönheit und Moral in einer Zeit der Verunsicherung des Ich durch den globalen Wandel. Wie beantworten wir heute die Frage nach unserem Woher und Wohin? Wie sehen wir uns selbst, wie sehen uns die Anderen? Welche Wertvorstellungen bestimmen unser Leben und wie gehen wir mit unseren Widersprüchen um?

Bei seinen Untersuchungen des Verhältnisses zwischen Individuum und Gesellschaft geht Vollrad Kutscher aus von der Erfahrung des Mehrschichtigen, des Nicht-Eindeutigen und des Unperfekten als Grundbedingung menschlicher Existenz. Zu den Mitteln, mit denen er arbeitet, gehören die Raum-Inszenierung ebenso wie die Porträt-Installation, gehören Aktion, Performance, Sprache, Licht und Virtualität.

(Volker Rattemeyer, Museum Wiesbaden)


Blick in die Ausstellung

Fotos: Marco Einfeldt

Öffnungszeiten

Ausstellungen
Dienstag - Samstag 14 - 19 Uhr
Sonntag 10 - 19 Uhr
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Jahresthema

In jedem Jahr werden mehrere Ausstellungen durch ein Thema in einen Kontext gestellt. Verschiedene Perspektiven auf ein Thema erleichtern den Zugang und ­steigern Verstehen und Spaß beim Erleben von Kunst.

2017: SOUND

Das Jahresthema Sound bezeichnet ähnlich wie die früheren Themen Farbe und Struktur ein grundlegendes künstlerisches Ausdrucksmittel. Sound in der bildenden Kunst wird auch als Klangkunst bezeichnet. Der Begriff umfasst ein weiteres Spektrum und schließt neben komponierten Tönen auch Natur- und Alltagsgeräusche ein. Das Jahresthema dehnt sich darüber hinaus auf die Reflexion von Rhythmen, Worten und konzeptuelle Kontexte in anderen Kunstsparten aus.. > mehr über das Jahresthema Sound